Führung und Personalmanagement -

Positionieren Sie sich als Arbeitgeber mit einer eigenen Arbeitgebermarke (Employer Branding)

Die langfristige Bindung von qualifizierten und engagierten Mitarbeitern an das eigene Unternehmen entsteht durch eine höhere Identifikation mit dem Unternehmen.

Employer Branding ist der strategische Aufbau einer Arbeitgebermarke mit Maßnahmen, mit denen Unternehmen insgesamt als attraktiver Arbeitgeber dargestellt werden und sich von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abheben. Das Employer Branding richtet sich sowohl an die Mitarbeiter als auch an potenzielle Bewerber. Aufgrund der erhofften Marketingwirkung soll die Effizienz des Personalrecruitings und die Qualität der Bewerber dauerhaft gesteigert werden.
 
Primäres Ziel beim Aufbau eines Employer Brandings ist es, als Arbeitgeber nach innen und nach außen ein glaubwürdiges und unverwechselbares Bild hervorzurufen. Damit sich das Arbeitgeberbild dauerhaft und positiv in den Köpfen der Zielgruppe verankert, muss es eindeutig und emotional ansprechend sein.

Der einheitliche Auftritt Ihres Unternehmens

Ein einheitlicher Arbeitgeberauftritt erfordert die enge Abstimmung und Zusammenarbeit zwischen Geschäftsleitung, Personalabteilung und Marketing bzw. PR-Abteilung. Alle Recruitung-Maßnahmen müssen aufeinander abgestimmt sein und dürfen sich nicht widersprechen. Hierzu gehören nicht nur Inhalte, Bilder und Sprachstil von Stellenanzeigen sondern auch die Aufbereitung der Karriereseiten auf der Unternehmenswebsite sowie Unternehmenspräsentationen bei öffentlichen Auftritten. Nachfolgend zeigen wir Ihnen die ersten Schritte in Richtung Employer Branding.

1. Analysieren Sie Ihre Stärken als Arbeitgeber

Beachten Sie bei Ihrer Betrachtung nicht nur die „harten Fakten“ wie Karriereperspektiven oder ein attraktives Gehaltsniveau. Auch „weiche Fakten“ wie Betriebsklima und Arbeitszeitmodelle sind für Bewerber Entscheidungskriterien.

Checkliste für die Analyse:

  • Wo liegen die Stärken des Unternehmens?
  • Auf welchem Gebiet sind wir besser als unsere Wettbewerber?
  • Womit kann ich bei Bewerbern punkten?
  • Wie ist der Karrierebereich im Internet aufgebaut?
  • Welche Stellenanzeigen wurden wo mit welchem Erfolg geschaltet?

Unser Tipp:
Beziehen Sie bei der Unternehmensbetrachtung auch Ihre Mitarbeiter mit ein, denn sie wissen über den Arbeitsalltag in Ihrem Unternehmen am besten Bescheid.

2. Überlegen Sie, wie Ihr Wunschkandidat aussieht

Um die Bewerberauswahl möglichst stark einzugrenzen, sollten Sie zunächst ergründen, welche Bewerberkandidaten für Ihr Unternehmen in Frage kommen.

Checkliste für Wunschkandidaten:

  • Welche Bewerber möchten Sie für Ihr Unternehmen gewinnen?
  • Wo und wie können Sie diese erreichen?
  • Welche Erwartungen und Bedürfnisse haben die Bewerber?

Unser Tipp:
Hinterfragen Sie kritisch, ob Ihre Wunschvorstellung vom Bewerber realistisch ist!

3. Definieren Sie Ihre Arbeitgebermarke

Checkliste für Markenbildung:

Formulieren Sie die wesentlichen Merkmale und Werte, die Sie als Arbeitgeber auszeichnen und die Sie veröffentlichen möchten. Berücksichtigen Sie dabei immer die Erwartungen und Bedürfnisse der BewerberVerfassen Sie Werte, die realistisch und glaubwürdig sindFormulieren Sie zentrale Botschaften in Form eines einzigartigen und unverwechselbaren Leitsatzes (Claim)Der Claim wird unterlegt von wenigen Kernaussagen, die kurz und knapp gehalten sind Unser Tipp: Bevor Sie die Markenaussagen nach außen veröffentlichen, geben Sie sie zuerst intern bekannt.

4. Ihr unvergesslicher Markenauftritt

Sämtliche Maßnahmen zum Personalrecruiting richten sich an dem Employer Branding, also an der Markendefinition, dem Leitsatz und den Kernaussagen aus. Sie stellen ein einheitliches und leicht wiedererkennbares Bild Ihres Unternehmens dar.

Einzelmaßnahmen:

  • Der Karrierebereich der Website: Das Internet ist mittlerweile Informationsquelle Nr. 1 für Jobsuchende. Nutzen Sie die Chance und bauen Sie ein Online-Bewerbungsportal für Jobsuchende auf.
  • Aktive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit - vor allem in der Region - erhöht den Bekanntheitsgrad und stärkt das Image als Arbeitgeber.
  • Gezieltes Sponsoring in der Region oder die Unterstützung sozialer Projekte und deren aktive Kommunikation schafft Unternehmenspräsenz und Vertrauen.
  • Kooperationen mit Universitäten, Fachhochschulen und Schulen ermöglichen den direkten Zugang zu den Bewerbern von morgen.
  • Die Kommunikation des positiven Arbeitgeberprofils nach innen erhöht die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen und macht sie zu glaubwürdigen Botschaftern des Unternehmens. Empfehlungsmarketing wie Mund-zu-Mund-Propaganda ist nicht zu unterschätzen und gilt als eines der wirksamsten Marketinginstrumente eines Unternehmens.
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