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Allerdings sollte der Jobwechsel in ein anderes Unternehmen oder in eine andere Branche sorgfältig durchdacht und geplant sein. Ein Jobwechsel in eine andere Abteilung, ein neues Unternehmen oder sogar in ein fremdes Berufsfeld, gehört zu einem normalen Lebenslauf dazu. Egal aus welchen Gründen der Jobwechsel vorgenommen wird. In einer Mobilitätsstudie gehen über 70 % der befragten Personaler davon aus, dass heutige Berufseinsteiger im Laufe ihrer Karriere fünf bis zehn Mal ihren Job wechseln. Grund genug, sich beruflichen Veränderungen nicht zu entziehen.
Zu häufige Jobwechsel, sogenannte Jobhopper, werden jedoch häufig als Zeichen für Unzuverlässigkeit und mangelndes Durchhaltevermögen gedeutet. Es gilt ein gesundes Mittelmaß für die eigene Karriere zu finden. Nachfolgend haben wir Ihnen Checklisten zusammengestellt, um Ihre persönlichen Chancen und Risiken für einen eventuell anstehenden Jobwechsel zu überprüfen.
Vor einem Jobwechsel sollten Sie präzise das Für und Wider abwägen. Nehmen Sie sich viel Zeit, um Ihre Ausgangssituation, Vor- und Nachteile der jetzigen Position und die Veränderungsmöglichkeiten zu analysieren und zu gewichten.
Checkliste „Ihr Job“:
Antwortmöglichkeiten: sehr gut, gut, weniger gut oder unbefriedigend.
Auswertung:
Nach dieser Kurzanalyse lassen sich leicht Ihre persönlichen Motive für einen eventuell anstehenden Jobwechsel ergründen. Auch wenn die meisten Fragen mit den beiden negativen Kategorien beantwortet wurden, heißt es noch lange nicht, dass ein Jobwechsel zwingend notwendig ist. Hier gilt es genau zu analysieren, ob es sich um eine momentane Unzufriedenheit handelt, die sich durch Gespräche z.B. zum Gehalt, Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen verbessern lässt. Oder ob es sich um eine dauernde Unzufriedenheit handelt, dann ist schnelles Handeln unabdingbar.
Sind Sie zum Schluss gekommen, dass interne Veränderungen bei Ihrem jetzigen Arbeitgeber nicht möglich sind, Aufstiegschancen und Gehaltserhöhungen ebenfalls sehr minimiert sind, dann sollten Sie sich nicht vor einem Jobwechsel scheuen. Gehen Sie dabei strategisch vor. Beschreiben Sie möglichst ausführlich, was Sie von Ihrer neuen Tätigkeit erwarten.
Checkliste Zukunftsperspektiven:
Die Eckdaten für Ihren Wunschjob stehen nun fest, jetzt gilt es in der Fach- und Tagespresse bzw. in Online-Jobportalen nach dem richtigen Job zu suchen. Achten Sie auf interne Stellenausschreibungen, hören Sie sich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis um und informieren Sie sich ausführlich über Print- und Onlinemedien über Jobangebote. Bereiten Sie sich auf die Bewerbungsphase intensiv vor. Dazu können Besuche von Kommunikationstrainings, Fortbildungsveranstaltungen zur Ergänzung Ihres persönlichen beruflichen Profils und auch interne Fortbildungen gehören. Engagieren Sie sich weiter in Ihrem „alten“ Aufgabengebiet, denn Ihr Engagement und Ihre Arbeitsergebnisse spiegeln sich später in Ihren Bewerbungsunterlagen wieder.
Sie haben sich jetzt für einen neuen Job fit gemacht, nun gilt es Ihren neuen potenziellen Arbeitgeber genauestens zu prüfen.
Checkliste neues Unternehmen:
Jetzt sind Sie gut vorbereitet für die Bewerbungsphase bis zum Vorstellungsgespräch. Aus einer ungekündigten Stellung heraus sich zu bewerben ist ein wichtiges Plus bei den Gesprächen. Die Personaler können sich sicher sein, dass Sie es ernst meinen mit dem Jobwechsel und Ihr Interesse an der neuen Tätigkeit sehr hoch ist. Wenn Sie dann den neuen Arbeitsvertrag in der Tasche haben, haben Sie gewonnen!
Es ist keine Seltenheit, unglücklich im neuen Job zu sein. Entscheidend ist, herauszufinden, ob die Unzufriedenheit aus der Eingewöhnungsphase resultiert oder ob grundlegende Erwartungen nicht erfüllt werden. Gespräche mit Führungskräften zu führen, Feedback einzuholen und einen realistischen Zeitraum zur Neubewertung zu nutzen, hilft, eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Die Entscheidung für oder gegen einen neuen Job lässt sich selten nach wenigen Wochen treffen. In der Regel sind mehrere Monate nötig, um die Aufgaben, die Unternehmenskultur und die Entwicklungsmöglichkeiten realistisch einzuschätzen. Erst wenn sich nach dieser Zeit keine Verbesserung zeigt, sollte man Konsequenzen ziehen.
Ein Jobwechsel nach zehn Jahren kann sinnvoll sein, wenn die Lernkurve flach wird, es an Perspektiven fehlt oder sich die persönlichen Ziele verändert haben. Eine langjährige Betriebszugehörigkeit wird von vielen Arbeitgebern geschätzt, sofern der Wechsel gut begründet ist und eine fachliche Weiterentwicklung erkennbar ist.
Ein Jobwechsel mit 45 gilt heute nicht mehr als Karrierebruch. Erfahrung, Stabilität und Fachkompetenz sind wertvolle Faktoren. Wichtig ist, die eigene Rolle klar zu definieren und aufzuzeigen, welchen konkreten Nutzen man für das neue Unternehmen mitbringt.
Als Jobhopper gelten Personen, die sehr kurze Beschäftigungszeiten ohne erkennbare Entwicklung aufweisen. Einzelne kurze Stationen sind hingegen unproblematisch, sofern sie nachvollziehbar erklärt werden können. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Wechsel, sondern die inhaltliche Logik dahinter.
Für einen erfolgreichen Jobwechsel sind nicht nur Mut, sondern auch fundierte Marktkenntnisse und realistische Perspektiven erforderlich. BESTMINDS unterstützt Unternehmen und Fach- sowie Führungskräfte dabei, berufliche Veränderungen strategisch und nachhaltig zu gestalten. Seit über 15 Jahren besetzen unsere Personalberater erfolgreich Positionen in den Branchen Medizintechnik, Gesundheitswesen, Life Sciences / Pharma sowie IT / Medien. Mit einem spezialisierten Netzwerk, klarer Branchenexpertise und einem fairen, diskreten Ansatz bringen wir Menschen und Unternehmen zusammen, die langfristig zueinander passen. Ob berufliche Neuorientierung oder gezielte Mitarbeitergewinnung: BESTMINDS ist Ihr Partner für nachhaltige Entscheidungen im Karriere- und Recruiting-Umfeld.