Karrieretipps -

Loyalität zum Unternehmen oder Jobwechsel?

Die Loyalität zum Unternehmen ist ein ungeschriebenes Gesetz zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Doch wo endet die Loyalität eines Mitarbeiters, damit er in seiner Karriere weiterkommt?

Bildquelle: Pixabay

Jobwechsel helfen oftmals, entscheidende Schritte auf der Karriereleiter zu vollziehen und Gehaltserhöhungen durchzusetzen. Zu häufiges Job-Hopping kann jedoch karrierehemmend sein. Das richtige Mittelmaß zu finden ist nicht leicht. Im folgenden Text erklären wir Ihnen, welche Vor- und Nachteile die Ein-Unternehmen-Karriere im Vergleich zum Job-Hopping hat und geben Ihnen Tipps, um beide Karrierewege erfolgreich zu bestreiten. Zudem erfahren Sie, ab wann die Loyalität zum Unternehmen zweitrangig wird und ein Jobwechsel sinnvoll wäre.

1. Loyalität bei der Ein-Unternehmens-Karriere

Die lebenslange Loyalität zum Unternehmen ist heute selten. Nach erfolgreichem Ausbildungsabschluss übernommen in einer Abteilung, endet hier häufig das Vorankommen; den Mitarbeitern fehlt die Perspektive und sie landen in der Sackgasse. Für die Ein-Unternehmens-Karriere gilt, dass ein Fortschritt immer erkennbar sein sollte. Um im eigenen Unternehmen voranzukommen, bedarf es einer Führungskraft, die Ihre Eigenschaften und Fähigkeiten sehr gut einsetzen kann und der eigenen Motivation und Agilität des Mitarbeiters. Äußere Einflüsse wie z.B. die Abwerbung von Konkurrenzunternehmen sind häufig Katalysator für das Vorankommen im eigenen Unternehmen. Wenn die Thematik beim Vorgesetzten angesprochen wird und dieser Sie auf eine ersehnte Stelle im Unternehmen einsetzt. Denn nur wer mehr Verantwortung, einen Aufstieg in der Hierarchie und angereichertes Wissen nachweisen kann, ist noch nach zehn Jahren in einer Firma interessant.

Unser Job-Tipp:

Loyalität zum Unternehmen lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Verantwortung für sich selbst und Ihren Aufgabenbereich übernehmen. Stellen Sie regelmäßig Ihrem Vorgesetzten Ihre Arbeitsergebnisse vor, damit Sie bei der nächsten Jobbesetzung präsent sind. Definieren Sie klar Ihre Job- und Karrierewünsche und zeigen Sie Ihre Loyalität zum Unternehmen, so stellen Sie sicher, dass Sie bei geeigneten Neubesetzungen nicht außer Acht gelassen werden.

2. Loyalität beim Job-Hopping

Häufige Jobwechsel im 2 – Jahresrhythmus sind in Deutschland nicht gefragt. Ausgenommen davon sind die Medien-, PR- und Werbebranche, hier sind Wechsel alle zwei Jahre Standard. Üblicherweise gilt, wer erfolgreich sein will, muss bis zu einem bestimmten Grad Loyalität zum Unternehmen zeigen. Dies äußert sich, indem man Beständigkeit zeigt und Verantwortung übernimmt. Denn nur dann können sichtbare und messbare Ergebnisse für das Unternehmen erzielt werden. Job-Hopper sind Personen, die Positionen statt Ergebnisse sammeln. Ihre Lebensläufe sind auf den ersten Blick sehr beeindruckend. Die aufgeführten Stellen scheinen einen interessanten Werdegang darzustellen. Doch Vorsicht, bei genauem Hinschauen fehlen Angaben zu tatsächlich erzielten Ergebnissen. In der Regel sind Job-Hopper keine Manager und nicht geeignet für Führungspositionen. Von Job-Hoppern spricht man nicht, wenn äußere Einflüsse wie Verkauf oder Insolvenz von Unternehmen oder auch Outsourcing von bestimmten Fachbereichen zu häufigen Jobwechseln führen. Manche Arbeitnehmer haben einfach Pech und können eine Loyalität zum Unternehmen gar nicht erst aufbauen.

Unser Job-Tipp:

Bei vorhandenen häufigen Jobwechseln stellen Sie in Ihren Unterlagen ganz klar die Gründe für diese Wechsel dar. Gerade Umstrukturierungen und Unternehmensänderungen lassen sich gut begründen. Wichtig ist die Darlegung von bisher erzielten Ergebnissen wie Projektabschlüsse, Umsatzsteigerungen, Prozessoptimierungen.

3. Das richtige Mittelmaß bei der Loyalität zum Unternehmen

Wenn insgesamt eine Weiterentwicklung in einem Unternehmen mit nachweisbaren Ergebnissen erkennbar ist, kann ein Karriereschritt auch lange in einem Unternehmen verlaufen. Die Loyalität zum Unternehmen beträgt, ausgenommen von der Medien- und Werbebranche, im Schnitt 5 – 8 Jahre. Dann ist ein Wechsel in Ordnung und so verhindert man auch Job-Hopping. Schwer ist es, den Zeitpunkt eines anstehenden Wechsels selber zu erkennen. Er ist auch nicht notwendig, solange Anerkennung, Wertschätzung und Entwicklungsmöglichkeiten sowie ein angenehmes Betriebsklima in Ordnung sind. Wenn jedoch Ihr Vorgesetzter die Möglichkeiten eines Vorankommens nicht erkennt oder verhindert, sollte über einen Jobwechsel nachgedacht werden. Frappierend ist, dass sich häufig durch einen anstehenden Arbeitsvertrag in einem neuen Unternehmen und einem entsprechend selbstbewussten Auftreten im „alten“ Unternehmen doch noch neue Perspektiven eröffnen und sich zu einer Gesprächsbereitschaft von Ihrem Vorgesetzten entwickelt.


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