Karrieretipps -

Motivation für beruflichen Erfolg: Was treibt Sie an?

Welche Erfolge ein Arbeitnehmer erreicht, hängt nicht nur von seinen fachlichen Kompetenzen, sondern vielmehr von seiner persönlichen Motivation ab.

Unternehmen brauchen kompetente und leistungsorientierte Mitarbeiter, mit denen sie ihre Unternehmensziele erreichen können. Doch nicht jeder Arbeitnehmer weiß, was genau ihn in seinem Beruf antreibt und wie stark ein einzelner Motivationsfaktor ist. Wer gut sein und viele Erfolge verzeichnen möchte, sollte sein persönliches Motivationsprofil kennen. Und auch für Vorgesetzte sollte die Mitarbeitermotivation bekannt sein.

Die klassische Motivationstheorie geht von zwei Bedürfnisarten aus, die man in Grundbedürfnisse und höhere Bedürfnisse einteilen kann. Erstere sichern das Überleben (Beschaffung von Nahrung, Kleidung, Schutz vor Kälte, persönliche Sicherheit). Die höheren Bedürfnisse entstehen, wenn die Grundbedürfnisse abgedeckt werden. Dazu gehören Erfolg, Anerkennung, Spaß und Freude. Sie treiben uns morgens an, aufzustehen und aktiv zu werden. Vieles davon ist freiwillig und geht ohne Zwang – das bezeichnet man als freie Motivation. Nachfolgend geben wir Ihnen Denkanstöße, um Ihr eigenes Motivationsprofil zusammenzustellen.

Tun Sie das, was Sie am besten können?

Laut Umfrage-Institut Gallup aus dem Jahr 2006 sind tatsächlich nur 13 Prozent der Arbeitnehmer mit Leib und Seele bei ihrer Arbeit, die anderen 87 Prozent haben aber nicht zwangsläufig einen falschen Beruf gewählt. Die Frage ist, ob sie in Ihrem Unternehmen in der richtigen Abteilung und auf der richtigen Position eingesetzt werden.

Unser Tipp:
Erstellen Sie sich eine persönliche Checkliste mit Ihren Aufgaben und ergründen Sie, ob Sie in allen Teilbereichen gemäß Ihrem Talent eingesetzt werden und ob es eventuell andere fachliche Einsatzmöglichkeiten für Sie in Ihrem Unternehmen gibt. Denn „Menschen sind am glücklichsten, wenn sie das tun, was sie am besten können“.

Analyse von Talenten und Kompetenzen

Es kommt also darauf an, dass Sie Ihre eigenen Stärken und Motivation (er)kennen. Davon wird Ihre Persönlichkeit geprägt. Es gibt viele Testverfahren, mit denen Sie Ihre Präferenzen und damit Ihren Typ zuverlässig analysieren können. Die bekanntesten Diagnoseverfahren sind der Myer-Briggs-Typenindikator (MBTI), die INSIGHT® Methode (weiter unten beschrieben) und das DISG-Modell (Abkürzung für dominant, initiativ, stetig, gewissenhaft).

Unser Tipp:
Nutzen Sie eins der Testverfahren, um Ihre eigenen Kompetenzen und Präferenzen – unabhängig von Ihrem momentanen Arbeit - zu ergründen. Die Tests finden Sie im Internet zum kostenfreien Download.

Motivationsfaktoren

Unternehmen setzen nach wie vor auf geldwerte Motivationsfaktoren, um ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen zu bringen. Ob Gehaltserhöhung, Betriebsausflug oder Auszeichnungen, in vielen Betrieben werden alle Mitarbeiter auf die gleiche Weise belohnt. Allerdings sind nicht alle Mitarbeiter mit der gleichen Belohnung und denselben Arbeitsbedingungen glücklich. Vielmehr geht es um individuelle Werte, Ziel und Motive, die jeder Einzelne für sich leben möchte. In der Personalarbeit bedeutet es, die entsprechenden Rahmenbedingungen herzustellen, in denen sich unterschiedliche Persönlichkeiten entfalten können. Als Belohnung für ein erfolgreich durchgeführtes Projekt können mit unterschiedlichen Belohnungen Mitarbeiter motiviert werden, sei es für einen Mitarbeiter ein Theatergutschein, für einen anderen Projektmitarbeiter ein Tag Sonderurlaub und für eine dritte Person ein Essen zu zweit in einem Restaurant.

Unser Tipp:
Bringen Sie Ihre persönlichen dienstlichen Motivationsfaktoren, die Sie zu Höchstleistungen bringen, zu Papier und kommunizieren Sie diese an Ihren Vorgesetzten, denn nur er kann Sie fördern und richtig einsetzen, wenn er Ihre persönliche Motivation für Ihren Job - sowohl fachlich als auch individuell - kennt.

Die individuelle Motivstruktur

Weiß ein Mitarbeiter, was ihn im Vergleich zu anderen Menschen wirklich antreibt und motiviert, kann er sich objektiv und besser auf das konzentrieren, was ihm wirklich wichtig ist. Er erkennt auch, dass andere Menschen anders „ticken“ und dies womöglich anders sehen. Wer das versteht, kann leichter andere Meinungen sehen und auch so stehen lassen. Die Akzeptanz erhöht sich für andere Meinungen.

Unser Tipp:
Hier gibt es verschiedene Methoden, um den Typus von Menschen und deren Motivationsantrieb zu erkennen. Die INSIGHTS®-Methode beruht auf der Annahme, dass Menschen in bestimmte Persönlichkeitstypen eingeteilt werden können. Menschliche Verhaltensweisen können in einem gewissen Rahmen verallgemeinert und grundsätzlichen Typen zugeordnet werden. Worte, Tonfall und Körpersprache sind dabei besonders wichtige Merkmale, um den Verhaltensstil eines Menschen zu erkennen. Als Beziehungsmanager können Sie in Zukunft Ziele, Motive und Bedenken Ihres Gesprächspartners erkennen, sie verstehen und sich selbst dementsprechend verhalten.

Die goldene Regel:
„Behandle dein Gegenüber so, wie du gerne behandelt werden möchtest.“

Die Platin-Regel:
„Behandle die anderen so, wie sie behandelt werden wollen.“

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